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Der perfekte Spielplatz

Wie sieht der ideale Spielplatz aus Kindersicht aus? Warum wird Kindern auf Spielplätzen schnell langweilig, während sie sich stundenlang mit scheinbar unbedeutenden Dingen beschäftigen können?

Eine Mutter will mit ihrem Kind zum Spielplatz. Sie gehen los und brauchen für eine 10-Minuten Strecke eine halbe Stunde, weil das Kind “trödelt”. Es will auf einer Mauer balancieren, über den Bach hüpfen und Stecken werfen. Am Spielplatz angekommen geht das Kind jedoch nur kurz von einem Spielgerät zum anderen und will nach wenigen Minuten wieder nach Hause.

Ein langweiliger Spielplatz

Der Spielplatz besteht aus zwei, mit Eisenketten doppelt gesicherten Plastikschaukeln, einem Klettergerüst mit drei Rutschen, einer Wippe und einem Karussell. Das ganze ist eingezäunt und am (gesicherten) Eingang rechts und links stehen Bänke für die Mamas und Papas. Außerdem ist der Boden mit Matten belegt, damit sich die Kleinen nicht weh tun und sie nicht schmutzig werden. Der perfekte Spielplatz aus der Sicht eines Erwachsenen.

Kreatives Spielen

Aber wo bleibt die Kreativität, wenn Spielgeräte nicht veränderbar sind und nicht zum selber gestalten einladen? Und wie kann die kindliche Neugier geweckt werden, wenn es auf dem Spielplatz keine Möglichkeiten gibt, etwas Neues zu entdecken und etwas zu erkunden?

Der Spielplatz ist für das Kind also wahrscheinlich einfach zu langweilig. Dagegen ist der Weg zum Spielplatz eine richtige Entdeckungstour: Steine, Mauern, Stecken und Bäche sind keine fertigen Spielgeräte mit vorgegebener Funktion, sondern Dinge, denen man selber einen Verwendungszweck zuschreiben kann. Steine kann man rollen, werfen, stapeln, darauf balancieren, sie in eine Reihe legen um von Stein zu Stein zu hüpfen und den Abstand kann man dabei je nach Bedarf selber vergrößern oder verkleinern. Dagegen kann man auf einer Rutsche nur hochklettern und wieder runterrutschen.

Der perfekte Spielplatz aus kindlicher Sicht

Würde man Kindern die freie Gestaltung eines Spielplatzes überlassen, wären Spielgeräte nur zweitrangig. Statt dessen gäbe es dort Büsche, aus denen Äste abgebrochen werden dürfen, einen gefällten Baumstamm zum Balancieren, ein Wasserspiel an dem Kinder selber pumpen können und den Wasserlauf verändern können, einen Baum zum Klettern, einen Bach in den man Steine legen kann um auf die andere Seite zu kommen, oder auf dem man Hölzer schwimmen lassen kann und vielleicht noch ein paar LKW Ladungen Sand. Zum Glück gibt es immer mehr Spielplätze, die Kindern Handlungsraum zugestehen und Kreativität und Eigeninitiative ermöglichen. Gerade in Städten, wo Eltern nicht auf  “ungenormte” Natur ausweichen können sind solche Spielplätze wichtig.

Und welche Rolle spielen wir dabei als Eltern?

Voraussetzung für gelungene, ausgedehnte Spielenachmittage auf kindgerechten Spielplätzen sind Eltern, die ihren Kindern erlauben, sich dreckig zu machen, Eltern die sich wünschen dass ihre Kinder eigene Spielideen entwickeln und ihre Grenzen austesten, Eltern die sich über Materialien freuen, die Kinder zur Kreativität anregen und sie zum Spielen und entdecken auffordern. Und das sind dann auch die Eltern, die das “Trödeln” nicht als unnütze Zeitverschwendung betrachten, sondern als Ausleben kindlicher Neugier, das zu wichtigen Bewegungserfahrungen führt. 

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