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Erziehen wir unsere Kinder zu Bewegungsmuffeln?

Kinder bewegen sich von Natur aus gerne. Wie kann es sein, dass sich trotzdem über die Hälfte aller Kinder zu wenig bewegen? Erziehen wir unsere Kinder unbewusst zum sitzenden Lebensstil?

Kinder - Bewegungsmuffel - Medien

Eltern machen sich Sorgen über ihren „faulen“ Nachwuchs: „In meiner Kindheit waren wir den ganzen Nachmittag draußen unterwegs, haben stundenlang Fußball gespielt und Baumhäuser gebaut. Unsere Kinder dagegen sitzen nur untätig rum und starren auf ihr Handy.“ Aber sind Kinder heute wirklich faul und träge oder werden sie sogar von ihren eigenen Eltern (unbewusst) dazu aufgefordert sich weniger zu bewegen? Welche Rolle spielt das Verhalten der Eltern beim Bewegungsmangel ihrer Kinder?

Ein Beispiel:

Zwei Geschwister, ein Junge und ein Mädchen, machen eine „Kissenschlacht“. Kissen, Decken, Stofftiere… alles fliegt kreuz und quer durchs Zimmer und die Mutter mault: „Müsst ihr immer so viel Unordnung machen?“ 

Die Kinder gehen nach draußen auf die Straße zum Ballspielen. Die Straße ist zwar nicht stark befahren, aber manchmal kommt eben doch ein Auto und die Mutter ruft durchs Fenster: „Auf der Straße ist es zu gefährlich – geht lieber in den Garten Spielen!“

Die Geschwister spielen also im Garten weiter bis der Ball ins Gemüsebeet rollt. Da ruft ihr Vater: „Müsst ihr unbedingt hier Ball spielen? Jetzt ist der Salat kaputt!“ 

Weil der Garten nicht groß genug ist um an einer anderen Stelle Ball zu Spielen, lassen sie den Ball liegen und klettern auf den Kirschbaum wobei sich das Mädchen die Hose etwas aufreißt. Jetzt ist der Vater sauer und sagt: „Könnt ihr nicht mal aufpassen? Kommt runter vom Baum!“ 

Daraufhin spielen die Kinder „Cowboy“. Der Junge ist das Pferd und krabbelt auf allen vieren mit dem Cowboy auf dem Rücken durch den Garten. Die Hose an den Knien wird immer grüner – Kommentar der Mutter: „Müsst ihr euch schon wieder dreckig machen?!“ 

Also steht das „Pferd“ wieder auf. Inzwischen sind noch zwei Freunde von nebenan gekommen und die Kinder spielen „Fangen“. Ein Riesenspaß, der Lärmpegel steigt und die Eltern schauen sich kopfschüttelnd an und fragen: „Müsst ihr so viel Lärm machen? Könnt ihr euch nicht einfach mal brav hinsetzen und schön ruhig spielen?“ 

Und so verabschieden sich die Freunde und die Geschwister gehen ins Haus und spielen am Computer. Die nächsten 3 Stunden ist Ruhe.

Eltern

sehen es nicht gerne wenn ihre Kinder vor dem Bildschirm sitzen. Aber was sollten die Geschwister in diesem Fall tun? Toben, Bewegen und Spielen wurde von den Eltern regelrecht unterbunden. Die Kinder lernen daraus: Bewegen ist „schlecht“, weil:

  1. wir dabei Unordnung machen
  2. es gefährlich ist
  3. wir dabei Sachen kaputt machen
  4. wir uns dreckig machen
  5. wir zu viel Lärm machen

Ruhig sitzen ist dagegen „gut“.

Wenn Eltern so argumentieren, dann dürfen sie sich nicht wundern wenn sich ihre Kinder zu wenig bewegen. Durch die ständige Kritik wird ihren Kindern der sitzende Lebensstil geradezu anerzogen während der natürliche Bewegungsdrang unterdrückt wird. 

 

Und, wie ist das bei dir zuhause?

Hand aufs Herz: Dürfen deine Kinder laut sein, sich dreckig machen und auch mal mit aufgerissener Hose nach Hause kommen? Ist deine Wohnung so eingerichtet, dass Kissenschlachten und Co erlaubt sind oder stehen überall zerbrechliche, teure Gegenstände? Muss deine Wohnung immer perfekt aufgeräumt sein oder lässt du auch mal Chaos zu? Dürfen deine Kinder mit Freunden bei dir im Garten spielen? Wie reagierst du wenn deine Kinder herumtoben: Forderst du sie auf ruhiger zu spielen oder freust du dich über die Bewegungsfreude deiner Kinder?

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